Die 10 häufigsten Fragen an eine Domina

27. August 2013 BDSM

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Domina

(1) Was ist eine Domina und wie wird man eine?

Der Begriff Domina leitet sich vom Lateinischen ab und bedeutet so viel wie „Herrin des Hauses“. Diese Bedeutung kommt den Praktiken in der BDSM-Szene schon recht nahe. Denn eine Domina ist eine Frau, die gegen Entgelt sadistische und dominante Praktiken anbietet und ausübt. In der Szene stellen Dominas oftmals ein “Herrin”, “Madame”, “Mistress” oder “Lady” ihrem Namen voran. Dominas praktizieren in der Regel keinen Geschlechtsverkehr mit ihren Kunden. Das männlichen Pendant zur weiblichen Domina ist ein Sado, Meister oder Herr. Zur Domina ist man geboren. Professionelle Dominas (FemDom) haben nicht nur eine dominate Ader, sondern oft auch eine sadistische Veranlagung. Im besten Fall also haben sie ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht.

(2) Sind Dominas Prostituierte und was kostet eine Session bei einer Domina?

Laut Gesetzeslage (Prostitutionsgesetz) gilt eine Domina als Prostituierte. Wie jedoch bereits erwähnt, findet in der Regel kein Geschlechtsverkehr mit dem Kunden statt. Der erotische Kontakt findet sozusagen schwerpunktmäßig imKopf statt. Untrennbar mit einer Domina verbunden ist das Rollenspiel (Roleplay). Eine Domina besitzt entweder ein eigenes Studio oder hat die entsprechenden Räume in einem SM-Club angemietet. Im Unterschied zu einer “normalen” Prostituierten ist die AUsstattung an SM-Möbeln, SM-Toys und anderen SM-Utensilien wesentlich umfangreicher. Eine SM-Session ist in der Regel sehr zeitintensiv und dauert mindestens eine Stunde. Die Stundenpreise variieren wie bei allen Dienstleitungen erheblich, mit mindestens 200 Euro müsst Ihr jedoch rechnen.

(3) Welche SM-Utensilien gibt es in einem Domina-Studio?

Auch hier gibt es natürlich in Qualität und Quantität große Unterschiede. Eine SM-Session ist nahezu undenkbar ohne einen Pranger, ein Andreaskreuz, einen Käfig, einen Bock, Seilzug und Gyn-Stuhl. Zur Grundausstattung gehören zudem diverse BDSM-Toys wie Klammern, Ketten, Seile aber auch herkömmliche Sextoys wie zum Beispiel Dildos oder Anal Plugs. Wichtig: Das Domina-Studio muss hygienisch absolut einwandfrei sein!

(4) Ich habe schon mal vom “Weißen Bereich” gehört. Was verbirgt sich darunter?

Der “weiße Bereich” ist der sogenannte Klinikbereich. Hier geht es um Kliniksex, also SM-Praktiken unter Zuhilfenahme medizinischer Geräte, Klinikmaterial und anderen weißen Accesoirs. Nicht alle Dominas haben den “weißen Bereich” in ihrem Repertoire, da er sehr speziell ist und anatomische Grundkenntnisse erfodert. Beliebt ist hier beispielswiese die Verodnung eines Klistiers (medizinischer Einlauf).

(5) Und der “Schwarzen Bereich”?

Der “schwarzen Bereich” wiederum wird eigentlich von allen Dominas praktiziert; hier dreht es sich um Fantasien und Rollenspiele aller Art, die zwischen Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism ausgelebt werden können.

(6) Welche Rollenspiele gibt es?

Hier sind der Fantasie letztendlich keine Grenzen gesetzt. Es gibt Pet Play, Age Play, Sklavenspiele, Doktorspiele, Schulerziehung, Langzeiterziehung, Gefängnisaufenthalte, Bestrafungen aller Art vom Auspeitschen, Fesseln bis hin zu Stromstößen.

(7) Neben Fesseln und Peitschen: Welche Praktiken und Spielarten gibt es noch?

Fesseln (Bondage) und Peitschen sind sicher die populärsten Praktiken. Allein das Verhauen kann auf ganz unterschiedliche Arten und auf ganz unterschiedliche Körperteile erfolgen. Das sogenannte Spanking beschränkt sich nicht nur auf das gesäß, sondern beispielsweise auch auf den Rücken oder die äußeren Geschlechtsorgane und kann wahlweise mit einer Peitsche, einer Rute, einem Teppichklopfer oder einem Rohrstock erfolgen. Andere Spielarten sind Facesitting, CBT (Cock and Ball Torture) oder das Trampling. Neben rein sexuellen Spielen kommt es aber auch oft zu anderen “Ritualen”, etwa zum Bodenschrubben oder Stiefelputzen durch den Mann.

(8) Ich habe keine Lust, Geld für eine professionelle Domina auszugeben. Wie finde ich ein passendes Gegenüber für meine devoten Neigungen?

Bester Anlaufpunkt sind die BDSM-Stammtische im Netz und realen Leben. Außerdem gibt es in der BDSM-Szene auch zahlreiche Play-Partys für dominante Frauen und ihre Begleiter, wo man die entsprechenden Bekanntschaften machen kann. Letztendlich ist das Suchen und Finden eines Partners, der mit seinen sexuellen Neigungen zu Dir passt, kein SM-spezifisches Problem. Wie immer im Leben muss die Chemie stimmen und es braucht durchaus Geduld und eine Portion Glück, den “passenden Deckel” zu finden.

(9) Werden dominate Frauen im privaten Umfeld auch als Domina bezeichnet?

Eher nicht. Im nichtkommerziellen Bereich ist der Begriff Domina tatsächlich unüblich. Hier ist viel mehr von einer Domse oder Domme die Rede. Eine andere übliche Bezeichnung ist zudem Femdom, als Abkürzung für female domination (weibliche Dominanz).

(10) Gibt es spezielle Sessions für Anfänger? Und was beinhalten diese?

Eine gute, professionelle Domina bietet in jedem Fall Sessions für Anfänger an. Dabei findet sie beispielsweise diejenigen erotische Punkte heraus, die bisher komplett vernachlässigt wurden oder im Verborgenen lagen. Sie wird Dich vorsichtig fesseln oder fixieren, um herauszufinden, wie weit sie gehen kann. Zudem gibt es – auf Wunsch – erste schmerzhafte Spiele, etwa Wechselbäder, Wechselduschen, das Abbinden von Hoden und Schwanz oder auch erste Analspiele. Eine erfahrene und gute Domina wird sich die nötigen Anhaltspunkte, was das Ausreizen der Schmerzgrenze betrifft, vor und während der Session durch kluge und geschickte Fragen holen. Die meisten SM-Anfänger wissen oft selber nicht so recht, was sie wollen und sollten sich daher der Erfahrung der Domina überlassen. Ohne Absprache und Codeword geht jedoch nichts!

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