Kotzfetisch

21. Dezember 2012 Allgemein

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Kotzen für einige ein Fetisch

Der Kotzfetisch gehört zu den Besudelungsfetischen, die wiederum als Saliromanien bezeichnet werden. Der Kotzfetisch selber wird auch unter den Begriffen Vomerophilie oder Emetophilie zusammengefasst. In der Szene wiederum ist der Kotzfetisch vor allem als Vomitsex bekannt. Auch wenn dieser Fetisch sehr bizarr anmutet, gibt es durchaus eine Vielzahl an Menschen, die diese sehr spezielle Praktik mögen. Zudem hat der Kotzfetisch geradezu eine sehr lange Geschichte, auf die wir zunächst einen kurzen Blick werfen wollen.

Der ein oder andere mag schon einmal von der „Römischen Dusche“ gehört haben. Wie der Name schon verrät, stammt diese „Tradition“ aus dem alten Rom (circa 30 bis 40 Jahre n. Chr.) zu Zeiten des Kaisers Caligula, als Fressorgien an der Tagesordnung waren. Im Gegensatz zu heute war das Erbrechen damals ein relativ normaler Vorgang. Ganz im Gegenteil: Es galt im Römischen Reich prinzipiell so viel zu essen bis man kotzen musste. Daher der Begriff „Römische Dusche“, wenn es darum geht, die Lust am Erbrochenen zu beschreiben.

Der sexuelle Lustgewinn durch das Kotzen kann dabei auf passive (Vomerophilie) und aktive Art (Emetophilie) erfolgen. Passiv als die Lust am Erbrochenen, aktiv als die Lust am Erbrechen selbst. Wer sich passiv an Erbrochenem erregt, findet es beispielsweise geil, wenn er mit Kotze übergossen wird. Dieser Besudelungsfetisch steht für Schmutz und Dreck. Dabei kann es sich um das eigene oder das Erbrochene des Partners handeln. Das Besudeln mit Kotze wird dann in das gemeinsame Sexspiel eingebaut. In der Regel handelt es sich also bei beiden Partnern um Kotzfetischisten, da man diese doch sehr spezielle Vorliebe nur dann gemeinsam ausleben kann, wenn beide auf das Besudeln mit Erbrochenem stehen.

Etwas härter geht es bei der Emetophilie zur Sache. Hier geht es um das aktive Erbrechen, das beim Kotzfetischisten sexuelle Lustgefühle auslöst. So gibt es beispielsweise Paare, bei denen ein Mann sich selbst befriedigt, weil ihm das Erbrechen, der Geruch und das Geräusch seiner erbrechenden Partnerin sexuelle Hochgefühle verschafft. Emetophile Menschen trifft man allerdings vor allem im SM-Bereich, wo das Erbrechen beispielsweise durch Blowjobs (Deepthroating und Gagging) ausgelöst wird. Hier geht es wiederum um eine klare Rollenverteilung zwischen dem dominanten und devoten Part, um Erniedrigung und das Gefühl, machtlos und ausgeliefert zu sein.

Der Kotzfetisch, bei aller Liebe und Freiwilligkeit der Beteiligten, ist allerdings aus gesundheitlichen Aspekten nicht ganz ungefährlich. Wer viel und regelmäßig erbricht, riskiert nicht nur, dass seine Speiseröhre durch die aufsteigende Magensäure angegriffen wird, auch die Mundhöhle und Zähne werden in Mitleidenschaft gezogen. Außerdem sollte man beachten, dass durch das Erbrechen auch die sichere Wirkung der Pille aufgehoben werden kann. Last but not least sollten Kotzfetischisten darauf achten, dass sie ausreichend trinken, da das Erbrechen mit einem hohen Flüssigkeitsverlust einhergeht.

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