Geruchsfetisch

Geruchsfetisch illustration

Wenn die Rede von Geruchsfetisch ist, geht es nicht um angenehme oder gar generell stimulierende Gerüche für die meisten Menschen wie etwa das Parfüm des Partners, Jasmin, Limette oder Moschus, sondern vielmehr um Gerüche, die man im Allgemeinen als eher unerfreulich betrachtet.

Geruchsfetischismus wird auch als Olfaktophilie bezeichnet, vom Lateinischen olfacere für riechen und vom Griechischen philos für der Freund. Es gibt eine ganze Reihe von unterschiedlichen Geruchsfetischen. Einer der am meisten verbreiteten Geruchsfetische ist der Duftwäschefetisch, der sexuellen Lust an getragener Unterwäsche. Duftwäschefetischisten leben ihren Fetisch in der Regel alleine aus und masturbieren beim Riechen an getragenen Dessous. Wer es eine Spur derber mag, findet nicht nur den weiblichen (oder auch männlichen) Geruch faszinierend, sondern steht auch auf Natursekt oder sogar Kaviar im Höschen.

Andere Geruchsfetischisten fasziniert eher ein sehr starker Schweißgeruch. Das kann sich sowohl in einem Wäschefetisch zeigen als auch in einem Fetisch für getragene Strümpfe. Der Strumpffetischist steht neben dem intensiven Schweißgeruch auch auf bestimmte Materialien wie etwa Nylons oder Baumwollsocken.

Noch eine Spur heftiger geht es bei den Furzfetischisten zu. Flatophile Menschen empfinden selbst sexuelle Lust beim Furzen oder wenn der Partner delikate Winde fahren lässt. Natürlich spielt auch hier der Geruch eine wichtige Rolle. Ein Furzfetischist kann beispielsweise durch den Geruch eines Furzes so sehr erregt werden, dass er unmittelbar den Drang zur Selbstbefriedigung spürt und so zum Höhepunkt kommt.

Ähnlich außergewöhnlich ist der Kotzfetisch, bei dem die Fetischisten nicht nur Lustgewinn durch Erbrochenes oder durch das Erbrechen erzielen, sondern auch den Geruch von Kotze unglaublich erregend finden. Bei diesem Besudelungsfetisch geht es richtig zur Sache, wenn sich beispielsweise beide Sexpartner mit Erbrochenem übergießen („Römische Dusche“).

Zwei nette historische Anekdoten in Sachen Olfaktophilie noch zum Schluss. „Wasch Dich nicht mehr, ich komme bald zurück.“, soll Napoléon Bonaparte an Joséphine während seiner Ägypten-Expedition geschrieben haben. Und der Legende nach entwendete Goethe seiner Gespielin Frau Charlotte von Stein ein benutztes Mieder, um daran riechen zu können. Goethe und Napoléon – zwei berühmte Geruchsfetischisten?!?

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