Typische SM-Möbel: Gynstuhl, Vakuumbett und Spanischer Reiter

SM-Möbeln kommt bei BDSM-Spielen, Bondage oder ganz bestimmten Rollenspielen eine ziemlich wichtige Bedeutung zu. Sie dienen in erster Linie der Fixierung des passiven Partners (Bottom) und sind aus SM-Studios oder auch aus privaten Spielräumen nicht wegzudenken.

Viele dieser Möbel haben ihren Ursprung bei historischen Folter- oder Strafinstrumente sein oder sind daran angelegt; andere SM-Möbel stammen aus dem medizinischen Bereich. SM-Möbel können heutzutage “von der Stange” gekauft werden. Mittlerweile gibt es aber auch eine Vielzahl von Herstellern, die sich auf die (Maß-)Anfertigung dieser Möbel spezialisiert haben. Alternativ kann SM-Mobiliar auch vom handwerklich begabten Fetischisten selbst hergestellt werden. So finden sich in den entsprechenden Foren wie zum Beispiel selbstgebaut.net oder in anderen BDSM-Communitys zahlreiche Anleitungen und Tipps für Möbel und Spielzeug rund um das Thema BDSM.

Um Euch einen kleinen Überblick zu geben, stellen wir Euch in dieser Rubrik typische SM-Möbel vor. Heute soll es um den Gynstuhl, das Vakuumbett und den Spanischen Reiter gehen.

Der Gynstuhl

gynstuhlWelche Frau kennt ihn nicht: den Gynstuhl. Was für viele Frauen bei einem Frauenarztbesuch eine medizinische Notwendigkeit ist, ist für den ein oder anderen mit großen Lustgefühlen verbunden. Gynstühle – also der gynäkologische Stuhl (manchmal auch einfach als Untersuchungsstuhl bezeichnet) dient ursprunglich also der Durchführung gynäkologischer Untersuchungen des Unterleibes. BDSMler nutzen diese Stühle für diverse sexuelle Aktivitäten, vor allem im Bereich des Kliniksex’. Bestrafung kann hier benso eine Rolle spielen wie der pure Lustgewinn. Die Vorteile eines Gynstuhls sind unter anderem die spezielle, relativ entspannte Liegeposition, so dass der Dom unbeschränkten Zugang zu Rektum, Anus oder Vagina hat.

Die Gynstühle, die im Fetisch- und SM-Bereich verwendet werden, entsprechen zwar weitgehend den in Frauenarztpraxen üblichen Geräten. Viele der der Modelle sind aber in ihrem Aufbau und ihren Funktionen etwas abgespeckt. Sie sidn zumeist deutlich billiger als die medizinischen Originale und haben beispielsweise keine elektrische Verstellmöglichkeit. Dem Schmerz- und/oder Lustgewinn tut das aber keinen Abbruch.

Das Vakuumbett

vakuumbettEin Vakuumbett ist eine Art Ganzkörperschlafsack. Die IWrkung lässt sich am ehesten mit der bei einem Bodybag oder bei einer Mumifizierung, etwa mit haushaltsüblicher Folie vergleichen. Auch eine Vakuumbett besteht aus luftdichtem Material, oftmals Latex, aus dem die Luft herausgesaugt werden kann. Ziel ist es, den Sub zu fixieren. Neben der Fixierung und der damit verbundenen Hilflosigkeit sind diese Betten vor allem bei Gummi- und Latexfetischisten sehr beliebt.

Die Benutzung eines Vakuumbetts wird generell den Bondagetechniken zugeordnet. Daher sollte man bei der Verwendung auch viel Vorsicht walten lassen. Natürlich soll die fixierte Person ordentlich in ihrem eigenen Saft schwitzen; dennoch muss man darauf achten, dass es zu keiner Überhitzung, Atem- und Kreislaufproblemen oder Schlimmeren kommt. Das gilt auch für Sessions, wo der Sub eventuell mit kaltem Wasser im Anzug bestraft werden soll. Hier besteht wiederum die Gefahr der Unterkühlung. Generell gilt: die Benutzung von Vakuumbetten oder auch Bodybags sind nicht für einen übermäßig langen Zeitraum während einer Session gedacht, erst recht nicht, wenn der Sub neben seinem ganzen Körper auch den Kopf bedeckt hat.

Der Spanische Reiter

span reiterDer spanische Reiter (oder auch spanisches Pferd) ist wiederum ein SM-Möbelstück, dass einen historischen Ursprung hat – und zwar als Folterinstrument. Zum Einsatz kam es in der Frühen Neuzeit in Europa, aber auch in Japan und China. Der Name erklärt sich aber aus der Verwendung in Spanien unter anderem im Rahmen der Inquisition.

Der Aufbau des Spanischen Reiters lässt sich am besten mit einem nach oben keilförmigen Holzbock beschreiben. Bei besonders brutalen Modellen waren oben auch Metallzacken angebracht. Das Opfer wurde dann mit gespreizten Beinen auf das Pferd gesetzt und gefesselt. Entscheidend dabei war, dass die Füße den Boden nicht berühren konnten und daher das gesamte Körpergewicht zwischen den Beinen getragen werden musste.

Was nach einer sehr schlimmen Folter klingt, ist im BDSM-Bereich eine beliebte Bestrafungsmethode. Einige BDSMler benutzen noch zusätzliche Gewichte an den Fußgelenken, um den Druck auf den Schambereich zu verstärken. Im Gegensatz zum historischen Soanischen Reiter ist die Oberkante des SM-Möbels oft verbreitert oder sogar gepolstert, um Verletzungen zu vermeiden.

Fotos: 1-3 GNU Free Documentation License / Quelle: Wikipedia

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